Hier die letzten Presseartikel über die Umlenkrolle! Die Aussagen von Ratsherr und Rechtsanwalt Knitsch schießen dabei weit über das Ziel hinaus. Es ist unverschämt, welche Argumente er hier anführt vorausgesetzt, er hat sie so gesagt. Der Verein wird sich offiziell vorerst nicht mehr äussern und wartet auf die angekündigten Gespräche.
Lesen und urteilen Sie selbst:
RP vom 30.01.10
Der Rat ist gegen den Umzug der Umlenkrolle
VON OLIVER WIEGAND
ERKRATH Der vom Eisenbahnverein angekündigte Umzug der historischen Umlenkrolle auf das Gelände des Lokschuppens erhitzt die Gemüter. Der Rat der Stadt Erkrath spricht sich geschlossen gegen die geplante Versetzung aus und fordert alle Beteiligten auf, möglichst umgehend Gespräche aufzunehmen. Für das Denkmal solle ein anderer Platz in der Nähe des Hochdahler Bahnhofs gefunden werden. BmU-Vorsitzender Bernhard Osterwind regte an, zunächst die Neugestaltung des Hochdahler S-Bahnhofs abzuwarten, um dann gemeinsam nach einem neuen Standort zu suchen. Klar ist bislang aber nur, die Umlenkrolle kann aufgrund der Bauarbeiten nicht bleiben wo sie ist. Das Denkmal auf das Gelände des Lokschuppens zu stellen, hält selbst SPD-Ratsherr Ulrich Schimschock für keine gute
Lösung. Der Fahrdiesntleiter der Bahn ist selbst Mitglied im Lokschuppen-Verein und sagt:
„Das Tor zum Museum ist nicht immer geöffnet. So haben Besucher keinen Zugang“. Auch er ist für einen neuen Standort in der Nähe des Bahnhofs. Mehr als deutlich wurde Grünen Ratsherr Peter Knitsch. Er kündigte an, in Gesprächen mit dem Lokschuppen sollte man durchaus erwähnen, dass dort auch große Veranstaltungen der Stadt wie der Jazz-Sommer und die LokArt stattfinden. Das trage sicherlich dazu bei, dass dort jährlich eine hohe Besucherzahl zu verzeichnen sei. Der Eisenbahnverein wäre gut beraten – so Knitsch – wenn er auf einen „nicht konfrontativen Kurs“ mit der Stadt gehen würden. Ob er damit durch die Blume sagen wollte, JazzSommer und LokArt könnten dem Lokschuppen auch entzogen werden wenn er auf den Umzug der Umlenkrolle besteht, ließ Knitsch zumindest im Raum stehen.
Komplette Anlage in Funktion
Einen ganz neuen Vorschlag brachte am Rande Meinhard Sucker ins Gespräch. Er wäre dem Lokschuppen gerne behilflich, auf seinem Gelände eine Kopie der historischen Umlenkrollen-Anlage zu errichten. Um historisch genau darzustellen, wie die Züge damals von Erkrath nach Hochdahl heraufgezogen wurden, sind allerdings noch weitere Rollen erforderlich, die Sucker gerne im Ruhrgebiet besorgen würde. „Das wäre einen Attraktion, wenn man den Gästen das quasi in Funktion zeigen würde“, sagte Sucker.
Verärgert waren Politiker vom Verhalten der Verwaltung. Die hatte in Zusammenarbeit mit der Denkmalbehörde den Umzug genehmigt, es aber nicht für nötig befunden, die Politik zu informieren. Bürgermeister Arno Werner bezeichnete das als „etwa unglücklich gelaufen“. Eigentümer des Denkmals ist die Deutsche Bahn, der auch das Gelände gehört. Von daher hat die Politik eigentlich nichts zu sagen.
WZ vom 30.01.10
Erkrath: Gespräch zur Umlenkrolle
Erkrath. Die historische Umlenkrolle, die jetzt seit Jahren am Hochdahler Bahnhofs steht, soll dort auch in Zukunft ihren Standort haben. Das bekräftigten am Donnerstag die Mitglieder des Stadtrates. Zur Erinnerung: Der Eisenbahn- und Heimatmuseumsverein möchte das Denkmal auf das Gelände des Lokschuppens verlagern.
Die Politiker forderten ein zeitnahes Treffen mit Vertretern der Bahn, der Stadt, des Vereins, der Fraktionen, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Dabei sein soll auch Meinhard Sucker, der den Radkasten der Umlenkrolle 1986 im Gleisbett gefunden hatte. Peter Knitsch (Bündnisgrüne): „Die Lösung kann nur sein, dass die Umlenkrolle am jetzigen Standort verbleibt. Der Verein ist gut beraten, in diese Richtung zu gehen. Schließlich organisiert die Stadt auch eine Reihe von Veranstaltungen im Lokschuppen. Daher sollte der Verein auch ein Interesse daran haben, Konfrontationen zu vermeiden.“