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15 Jahre Lokschuppen
Bergischer Ring
 

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20.01.10 21:09 Alter: 231 days

Knöllchen von der Bahnpolizei - Vorsätzliche Urkundenfälschung

Von: Udo Kampschulte

In einem Artikel ereifert sich Herr S. zur genehmigten Versetzung des Denkmals mit Aussprüchen wie: vorsätzliche Urkundenfälschung, eigene Interessen, völlig falscher Ort und Wahrzeichen von Hochdahl!

 

Wo war Herr S. eigentlich die letzten 22 Jahre? Hat er sein geliebtes Denkmal mal geputzt oder neu gestrichen! Wo war Herr S. eigentlich bei dem für Hochdahl und die Geschichte der Stadt so bedeutsamen Wiederauftauchen der alten Gemäuer des ersten Bahnhofs von 1841 und des gegenüberliegenden Dampfmaschinengebäudes?

 

Herr S. hat weder die Umlenkrolle gefunden, noch das Denkmal geplant oder gebaut! Alles Unsinn!

 

Die sich um das Denkmal verdient gemacht haben, läßt er völlig unerwähnt, nämlich den Bürgerverein, H. Sixel von der Bahn und die Deutsche Bundesbahn, die es damals gebaut und aufgestellt hat!

 

Dafür ein dickes Knöllchen von der Bahnpolizei!!!!!!

 

RP vom 20.01.10

Erkrath

Umlenkrolle soll stehen bleiben

VON OLIVER WIEGAND

 

Erkrath (RP) Die Pläne des Lokschuppens, das historische Bauteil auf sein Grundstück zu transportieren, lehnt Meinhard Sucker kategorisch ab. Das wäre "vorsätzliche Urkundenfälschung". Stattdessen soll eine Gedenktafel her.

Von 1847 bis 1921 fuhr die Eisenbahn die steilste Strecke Europas zwischen Erkrath und Hochdahl nur mit Hilfe einer Seilzuganlage hinauf. Ein Denkmal mit der alten Umlenkrolle für die Seile neben dem Bahnsteig am Hochdahler Bahnhof erinnert noch heute daran. Vor kurzem kündigte der Lokschuppen an, er wolle das Denkmal auf das Museumsgelände einige hundert Meter weiter verlegen. Besucher hätten immer wieder danach gefragt. Vorbereitungen in Zusammenarbeit mit Denkmalbeauftragten und dem Oberkonservator des Landschaftsverbandes Rheinland seien abgeschlossen, hieß es von Seiten des Lokschuppens.

Doch Meinhard Sucker, der das Rad und damit wichtigste Teil des Denkmals 1986 eigenhändig im Gleisbett wiedergefunden hat, ist mit den Plänen des Lokschuppens überhaupt nicht einverstanden. Sucker sagt, die Verlegung des Denkmals sei "vorsätzliche Urkundenfälschung". Es sei unverständlich, wie ein Verein ein Denkmal einfach abbauen und für seine eigenen Interessen nutzen könne. Darüber hinaus sei es nicht zu verstehen, warum die Denkmalbehörde dies befürworte.

 

"Völlig falscher Ort"

 

Sucker räumt allerdings ein, der jetzige Standort sei nicht der Originale. Aber im Hinblick zur Nähe und zur Topografie des ursprünglichen Orts doch der Optimale. Der Abbau des Denkmals an einen laut Sucker "völlig falschen Ort" wäre "verantwortungslos der Bevölkerung und auch den Nachkommen gegenüber". Es sei das letzte Unikat der großartigen technischen Leistung. Alles andere, was dazu gehörte, sei achtlos und mit Desinteresse im Laufe der Jahrzehnte vernichtet worden. Der Ort Hochdahl verdanke letztendlich der Umlenkrolle seine Entstehung. Dieses Denkmal sei die Identität und das Wahrzeichen Hochdahls und müsse weiterhin in zentraler Lage im öffentlichen Raum stehen, so Sucker. Wenn die Besucher des Lokschuppens nach der Umlenkrolle fragen, könnte man sie einfach auf den nahe gelegenen Standort aufmerksam machen.

Am Donnerstag ist die Umlenkrolle Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung. Die SPD bittet den Bürgermeister in einem Antrag um Stellungnahme, wie er zu dem Thema steht. "Es ist schlechter Stil die Verlegung an den politischen Gremien vorbei zu organisieren", sagt Detlef Ehlert. Das Denkmal stehe wohl auf dem Gelände der Deutschen Bahn und sei damit nicht im städtischen Zugriff. Auch wenn die städtische Denkmalbehörde ihr Einverständnis gegeben habe, hätte man vorher darüber öffentlich beraten sollen. So werde man unverhofft vor vollendete Tatsachen gestellt.

 

Sucker würde zahlen

Meinhard Sucker empfiehlt dem Lokschuppen, statt das Denkmal zu verrücken, dort eine Tafel aufzustellen.

Enthalten sein soll der Hinweis, das Museum Lokschuppen zu besuchen und einen Spaziergang zur Brücke am Neanderbad zu unternehmen. Meinhard Sucker würde sich an den Kosten für diese Tafel beteiligen.